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Hallo Nachbar – Wie kann ich helfen?

Menschen, die helfen können, wohnen oft gleich nebenan.

Wenn Sie im Alter möglichst lange in Ihrem vertrauten Wohnquartier verbleiben wollen, reicht es nicht immer aus, eine altersgerechte Wohnung zu haben. Ganz wichtig ist auch, dass Sie auf andere Menschen zählen können. Und die sind manchmal nur durch einen Gartenzaun oder einen Treppenabsatz von Ihnen getrennt.

Nachbarschaftshilfe: Freiwillige Hilfe von nebenan

Gute Freundschaften kann man sich aussuchen – eine gut funktionierende Nachbarschaft nicht. Doch beide wollen gepflegt werden, vor allem, wenn Sie im Alter von diesem Zusammenhalt profitieren möchten. Wenn Sie Unterstützung benötigen, zum Beispiel im Haushalt oder bei schwerer Gartenarbeit, oder wenn Sie sich selbst einbringen möchten, um anderen zu helfen, beispielsweise bei der Hausaufgabenbetreuung von Kindern, sind Nachbarn oft die ersten, die Hilfe geben oder Hilfe gebrauchen können.

Viele Dinge des täglichen Lebens lassen sich durch Nachbarschaftshilfe organisieren. Mit Kleinigkeiten fängt es an: grüßen, freundlich sein, ins Gespräch kommen. So wird aus einem zufälligen Nebeneinander ein hilfsbereites Miteinander, das Kreise zieht. Die Grundlage guter Nachbarschaft ist Vertrauen und Gemeinsamkeit. Ein Gespräch im Flur oder auf der Straße, eine Einladung zum Grillen - wenn dies gelingt, funktioniert Nachbarschaft auch dann, wenn man einen größeren Gefallen oder regelmäßige Unterstützung braucht. Weitere Voraussetzungen: klare Ziele, ein gemeinsamer Nutzen und Verpflichtungen, die man bewältigen kann. Sie sollten sich nicht zu viel aufladen. Privatsphäre und Unabhängigkeit bleiben dabei erhalten. Aus Nachbarn können Freunde werden - aber notwendig ist dies für gute Nachbarschaft nicht.


Freiwillig engagiert - sinn stiftend und wertvoll



Freiwilliges Engagement in der Nachbarschaft

Einfache Nachbarschaftshilfe ergibt sich in der Regel von selbst. Sie lebt von der räumlichen Nähe und braucht keine Organisation. Aber nicht überall gibt es Nachbarn, die sich engagieren und einander im Alltag unterstützen. Und manche Menschen, gerade ältere Alleinstehende, brauchen mehr, häufiger und verlässlicher Hilfe als die Nachbarn zu geben bereit sind. Aber etwa jeder und jede Dritte in Deutschland ist freiwillig engagiert, viele davon in ihrer Nachbarschaft.

So engagieren sich vielerorts Initiativen und Vereine für hilfe- und pflegebedürftige Menschen. Ihre Mitglieder machen Besuche oder bieten Unterstützung im Haushalt. Man findet solche Angebote in Kirchengemeinden oder bei Wohlfahrtsverbänden, manchmal aber auch bei Wohnungsgesellschaften und oft als selbst organisierte Nachbarschaftsinitiative. Für die meisten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bedeutet ihr Einsatz eine sinnvolle Aufgabe, die sie als persönlich befriedigend empfinden und bei der sie selbst soziale Kontakte und Erfahrungen hinzugewinnen. Manchmal erhalten sie eine finanzielle Anerkennung als Aufwandsentschädigung oder als kleinen Zuverdienst. In jedem Fall ist ein solches Engagement bereichernd, gerade wenn man selbst schon älter, aber noch fit ist: Engagement hilft, aktiv zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Wo es in einer Wohngegend Gelegenheiten gibt, sich zu engagieren, erfährt man bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung und bei Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement: zum Beispiel Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder Mehrgenerationenhäusern. Solche Einrichtungen beraten, vermitteln und begleiten Bürgerinnen und Bürger, die an freiwilligem Engagement interessiert sind. Außerdem fördern sie das Engagement durch Qualifizierung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.